geführte Motorradreisen Veranstalter

Main Post, Donnerstag, 22. April 2004, AUTO SPEZIAL

Die Lizenz zum Weiterüben ...

Motorrad-Fahrsicherheitstraining schärft die Selbsteinschätzung

Von STEFAN POMPETZKI

Würzburg "Krach" - die 1150er BMW-Enduro kippt auf die Seite, schlägt mit einem hässlichen Geräusch auf dem rau-hen Asphalt auf. Der Bikerkollege unter-schätzte beim Parken die Neigung seines Stellplatzes. Macht nichts. Beim Motorrad-Fahrsicherheitstraining mit Dr. Stefan Slo-vik lernen die Teilnehmer auch das Auf-heben einer schweren Maschine ...

Und Training ist unbedingt angesagt. 27 "motorisierte Zweiräder", wie es auf Polizeideutsch heißt, verunglückten tödlich im vergangenen Jahr allein in Unterfranken. Der überwiegende Teil waren vermutlich Biker mit schweren Motorrädern. Insgesamt krachte es 1170 mal auf den Straßen, meist außerorts. Rund ein Drittel der Motorradfahrer verletzte sich dabei schwer. Zum Vergleich: Im Jahr 2002 starben 20 Biker auf der Straße.

Stefan ist der einzige aktive Motorradfahrlehrer mit Doktorhut der Naturwissenschaften und das merken die 16 Teilnehmer des Trainings. Immer wieder untermauert der 43jährige seine Erläuterungen mit physikalischen Formeln: Der Mann weiß, wovon er spricht. Aber keine Angst, es geht wenig akademisch zu beim Fahrsicherheitstraining. Theorie und Praxis wechseln, so wird es weder langweiilg, noch anstrengend. Aber Theorie muß sein. "Früher wurde anders geschult", weiß Fahrlehrer Stefan und betont darum, dass die Ballen auf die Rasten gehören und nicht der Mittelfuß. Warum? Analog den Händen fühlt der Mopedfahrer auch an den Fußspitzen sensibler. Und je intensiver der Kontakt zum Motorrad desto besser das Gefühl für die Straße.

Helm auf, Handschuhe an, rein in die Praxis: Balance halten. Langsames Fahren klappt bei den meisten Bikern gut, auch der schnelle Slalom gelingt meist flüssig. Nur der Chopper-Fahrer, (eine wunderschöne schwarze Moto Guzzi mit Trittbrettern), eiert etwas ungelenk um die rotweißen Hütchen. Stefan beweist mit einem Teleskopstab, dass das nicht an der Unfä-higkeit des Fahrers liegt: Zusammengeschoben lässt sich der Stab auf dem Zeigefinger nur mit Mühe im Gleichgewicht halten - tiefer Schwerpunkt wie beim Chopper. In voller Größe balanciert der Sicherheitstrainer das Teil nahezu mühelos vor den Augen der Biker. Nicht blöd einen Pyhsiker als Trainer zu haben ...

Auch nicht blöd einen erfahrenen Biker als Trainer zu haben. Stefan organisiert Motorrad-reisen quer durch Europa und düst so mit seiner Kawasaki ZX 12 R rund 25.000 Kilometer im Jahr zusammen. Er kennt sich als Fahrlehrer aber auch in der heimischen Umgebung gut aus. Die Fahrt zum Mittagessen eignet sich hervorragend als Vorübung zum Kurventraining am Nachmittag. Und dann die hohe Kunst des Motorradfahrens. Die liegt paradoxerweise weniger im Fahren. Bremsen trainieren die meisten Motorradfahrer zu wenig. Drei Möglich-keiten gibt es einem plötzlichen Hindernis aus dem Weg zu gehen. Bremsen, Ausweichen und die koordinierte Kombination aus beidem. Während die meisten Motorradfahrer das Ausweichen gut beherrschen, die Übung macht bei 50 km / h sogar Spaß, zeigen sich beim reinen Bremsen erste Schwächen. Zu verhalten ziehen viele Biker am Hebel, wertvoller Bremsweg - und damit vielleicht das Leben - geht verloren.

"Das ist alles ganz falsch", sagt Stefan zu sich selbst, als es bei den Trainingsteilnehmern ans Bremsen, Aufhören zu Bremsen und anschließendes Ausweichen geht. Im Sinne des Wortes einen Bewegungsablauf "loslassen" zu können, erfordert hohe Konzentration vom Biker. Entsprechend chaotisch sieht's auf dem Übungsplatz aus. Munter fliegen die Kegel durch die Gegend, von flüssiger Bewegung keine Spur. Da ist bei Vielen Üben angesagt.

Ernste Minen. Stefan läßt auch die Sofort-maßnahmen am Unfallort nicht aus. Die Biker scheuen sich nicht zu lernen, wie sie einem Verletzten fachgerecht den Helm abnehmen und ihn weiter versorgen müssen. Aber ihre Ruhe sagt auch: Hof-fentlich muss ich das nie im Ernstfall machen.

Herbert, Traudl und Daniel bei der Manöverkritik.

Unfälle sind schmerzhaft und Stefan macht das anschaulich: Ein Aufprall mit nur 70 Stunden-kilometern auf ein stehendes Hindernis tut so weh wie ein Sturz aus dem 6. Stock eines Hochhauses ... Keiner der 16 Motorradfahrer verläßt am Abend als Meister den Übungsplatz. Aber alle fahren mit geschärfter Selbsteinschätzung nach Hause. Und dem Bewußtsein, dass der Führerschein nichts weiter ist, als die Lizenz zum Weiterüben.

Weitere Informationen zum Motorrad-Fahrsicherheitstraining: Motorradfahrlehrer Dr. Stefan Slovik, Würzburg, Tel. und Fax 0931-76109, email: info@global-adventure-tours.de

Main Post, Samstag den 26. März 2005

Bremsen will gelernt sein

Mit Sicherheit fit in die Motorrad-Saison

Würzburg (STEVE) Die Sonne scheint mehr und mehr, lässt Straßen trocknen und Bikerherzen höher schlagen. Zeit, den Staub vom Visier der Helme zu wischen und das Motorrad startklar zu machen. Und los geht's. Los geht's? Ganz ohne Training, ohne mentale und körperliche Einstim-mung auf das Motorradfahren? Besser nicht. Ein Sicherheitstraining vermittelt wie-der ein Gefühl für die Maschine und eine gewisse Routine im Straßenverkehr. Und die kann lebensrettend sein. Trotz des relativ verregneten Sommers 2004 mussten 28 motorisierte Zweiradfahrer ihr Leben auf Unterfrankens Straßen lassen, wie sich die Polizeistatistiker ausdrücken. Daran war kaum allein das Wetter schuld. Grund genug also, sich zum Saison-beginn mit der Sicherheit auf dem Bike zu beschäftigen. Stefan Slovik, seines Zeichens Doktor der Naturwissenschaften und Sportbiker mit Leib und Seele, vermittelt in seinen Motorrad-Trainings viele Grundlagen, die jeder Motorradfahrer individuell ausbauen und für sich üben kann. Die Kurse bietet der staatlich geprüfte Fahrlehrer in Zusammenarbeit mit der VHS-Würzburg an. Schräglage, Ideallinie, dynamische Radlastverlagerung, Begriffe die den meisten Motorradfahrern etwas sagen. Aber dass richtiges Bremsen viel wichtiger ist als Beschleunigen, das verdrängen viele Biker. Darum trainiert Slovik richtiges Ausweichen, schnellen und langsamen Slalom und natürlich auch Bremsen. All das untermauert er mit fundierter Theorie. Nicht knochen-trocken, langweilig sondern mit Witz. Es ist schon anschaulich, wenn der Fahrlehrer nahe-zu in einem 45 Grad-Winkel an einen Baum gelehnt steht mit beiden Füßen in einem Stück Motorradreifen, das wirklich nicht wegrutscht. Besser kann die mögliche Schräg-lage auf einem Motorrad kaum demonstriert werden.

Das individuelle Weiterüben kann Slovik den Bikern natürlich nicht abnehmen. Wohl aber die erforderliche Sensibilität schärfen. Motorradfahren ist nach sportmedizinischen Untersu-chungen mindestens so anstrengend wie Skifahren. Ständige Konzentration auf den Verkehr und das Einplanen möglicher Fehler anderer Verkehrsteilnehmer - das fordert den mensch-lichen Körper in jeder Hinsicht. Aber wenn es der Biker weiß, ist schon viel gewonnen. Der-artig geschult können Motorradfahrer wesentlich souveräner in die neue Saison starten. Viel-leicht sogar mit Dr. Stefan Slovik. Der schult nicht nur - er bietet seit acht Jahren auch europa-weit professionell geführte Motorradtouren an. Und auf den Reisen in die Türkei, nach Italien, ins Elsass oder auch nur den Harz geht es gar nicht akademisch zu. Locker, interessant und mit genügend Fotostopps tourt der erfahrene Biker mit seiner Gruppe durch die schönsten Gegenden. Klar, dass Slovik bei der Routenplanung die Wünsche eines jeden Motorad-fahrers großschreibt: Viele Kurven - wenig Verkehr.

Zu den nächsten Trainings treffen sich die Biker am 10., 17. und 24. April um 9 Uhr am Dallenberg-Parkplatz. Information: VHS Würzburg, Tel. 0931/35593-0 oder Global Adventure Tours, Dr. Stefan Slovik, Tel. 0931/12 544 Fax: 0931/76 109 oder unter [diese Homepage].

Main Post, Dienstag den 5. April 2005

Frag-würdig

Unterwegs mit dem Motorrad

Fahrsicherheitstraining

Das Gespräch führte ERNST JERG

WÜRZBURG Die ersten warmen Tage locken Motorradfahrer ins Freie. Doch sind die Biker nach der langen Winterpause auch fit für die An-forderungen des Straßenverkehrs? "Nein", sagt Dr. Stefan Slovik, lizensierter Spezialtrainer Mo-torrad und Quad, der in Zusammenarbeit mit der Fahrschule Haas und der Volkshoch-schule Motorradfahrer-Trainings anbietet, so nächsten Sonntag, 10. April.

FRAGE: Warum sollten Motorradfahrer ein Fahrsicherheitstraining machen?

STEFAN SLOVIK: Da zitiere ich eine Pressemeldung: Ein Motorradfahrer kam bei Randersacker ums Leben, weil er so weit aus einer Kurve getragen wurde, dass er ein parkendes Auto rammte... Das ist ein vermeidbarer Unfall. Hätte er weniger Angst vor  Schräglage gehabt, wäre er mit einer routinierten Fahrtechnik in die Kurve gefahren und hätte sein Leben wohl nicht verloren.

FRAGE:  Und inwiefern hängen Fahrfehler auch mit der Winterpause zusammen?

STEFAN SLOVIK: Wir fahren kaum im Schnee. Die ganzen Automatismen und die Reaktionsbereitschaft ist da ein wenig versickert. Ein Crash-Kurs kann das wunderbar wieder aufwecken.

FRAGE:  Wo setzen Sie bei der Ausbildung die Schwerpunkte?

STEFAN SLOVIK: Unser Programm geht weit über das Fahrschul-Niveau hinaus. Los geht es mit der Integration des Fahrers ins Motorrad, Blicktechnik, Selbstbild und Fremdbild, Kurvenfahren und verschiedene Stile. Es ist ein praktischer Kurs.

FRAGE:  Was müssen Teilnehmer mitbringen?

STEFAN SLOVIK: Eine vollgetankte Maschine, Schutzkleidung, ihren Führerschein und viel Spaß am Fahren. Der Kurs ist ganztägig und kostet 30 Euro. Mittagspause machen wir im Grünen im Taubertal. Nachmittags machen wir Überlebensübungen, die über das normale Maß hinausgehen, wie beispielsweise Flucht ins Grüne über die Wiese.

Motorrad-Fahrsicherheitstrainings sind an den Sonntagen, 10. April, 17. April, 24. April, 5. Juni und 12. Juni. Beginn ist jeweils um 9 Uhr, Treffpunkt ist der Dallenbergparkplatz. Anmeldungen unter Tel. (0931) 76109.

Tourenfahrer 2/2006, Seite 109

Organisierte Motorradreisen

Den Spaß entdecken

Global Adventure Tours bietet Motorrad-Reiseziele in Europa, Afrika und Asien. Darüber hinaus sind Fahrsicherheitstrainings und Dia-Shows im Angebot.

Das Jahresprogramm 2006 von Global Adventure Tours hat es in sich: Eine 25-tägige Türkei-reise führt über 7000 Kilometer durch die schönsten Gegenden des Landes (ab 2780 Euro). Marokko samt hohem Atlas kann man ab 3180 Euro auf fast 5000 Kilometern in 26 unver-gesslichen Tagen erleben. Die Teneriffa-Tour dauert neun Tage, ist 1120 Kilometer lang und ab 1960 Euro zu buchen. Auf der Blumeninsel Madeira werden neun Tage mit 810 Kilometern geführter Touren für 1660 Euro angeboten. Außerdem im Programm: Sardinien, Normandie, Mallorca, Andalusien, Elsass, Dolomiten, Böhmen, Bodensee, Ardennen, Tes-sin, Kroatien und die Provence sowie diverse Übersee-Ziele. Alle Infos zu Leistungen, Prei-sen und Terminen gibt es telefonisch unter 0931/76109 sowie unter der Internet-Adresse global-adventure-tours.de.

Main Post, Donnerstag 3. Mai 2007, Nr. 101, WÜS S. 27

Leserforum

Ist das wirklich verhältnismäßig?

Zum Verhältnis von Motorradfahrern und Polizei in Würzburg

Sonntag, Dallenbergparkplatz. Eine größere Gruppe Motorradfahrer trifft sich, um unter Anlei-tung von Fahrlehrern an einem ganztägigen Sicherheitstraining teilzunehmen. Sie treffen sich hier freiwillig, um das in den Fahrschulen beim Führerschein gelernte Wissen zu erneuern, zu vertiefen und mit weiterführenden Übungen die eigene und die Sicherheit anderer im Straßenverkehr zu erhöhen. Für viele der Teilnehmer ist so ein Training ein alljährlich wieder-kehrender Einstieg in die neue Motorradsaison. Die Biker wollen ihr Motorrad besser kennen lernen, um im Straßenverkehr mit größerer Sicherheit unterwegs zu sein. Sie werden dabei ihre Sinne schulen, um mögliche Gefährdungen frühzeitig zu erkennen. Sie werden das Gefühl für ihr Motorrad verbessern, um durch entsprechende Reaktionen eine Kollision zu vermeiden oder deren Folgen zu mildern. Sie frischen im Rahmen des Trainings auch ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auf, um bei einem Unfall die Zeit bis zum Eintreffen professioneller Hilfskräfte durch eine ausreichende Erstversorgung überbrücken zu können.

Sonntag, Dallenbergparkplatz. Alle Teilnehmer warten auf den Beginn des Trainings, als ein Streifenwagen der Polizei eintrifft und langsam an der Reihe der aufgestellten Motorräder vorbeifährt. Die Beamten drehen eine Schleife und bleiben vor einer Maschine stehen. Sie stellen fest, dass der Vorderreifen des entsprechenden Motorrades die Mindestprofiltiefe unterschritten hat, stellen dem Fahrer einen Strafzettel aus und verabreichen ihm drei Punkte in Flensburg. Die Polizisten haben den Ort der Kontrolle geschickt ausgewählt. Wo sonst können sie mit so wenig Aufwand - sitzend im Vorbeifahren - so viele Motorräder auf einmal kontrollieren. Liebe Polizisten aus Würzburg! Ist so eine Kontrollaktion wirklich verhältnis-mäßig? Alle teilnehmenden Motorradfahrer haben nach dem Training eine neue Sicht auf den Straßenverkehr erlangt. Sie sind umsichtiger unterwegs, weil sie auf abgesperrtem Gelände gelernt und erfahren haben, wo ihre Grenzen der Fahrzeugbeherrschung sowie die Grenzen der Fahrphysik sind.

Holger Müller, 97267 Himmelstadt

Unser Motorradurlaub Türkei, 2006 eingestellt auch in www.motorradreisendatenbank.de

[Steve] Eine rote Honda VFR 800 F mit griechischem Kennzeichen legt sich in die Kurve, kehrt um und bremst vor unserem Tisch. Mit einem herzlichen „Hallo“ steigt ein 42-jähriger Biker aus Athen von seiner Maschine und spricht uns auf Englisch an. Er hat unsere eigenen Motorräder entdeckt und wir sind neugierig, woher er kommt und wohin es geht. Er setzt sich zu uns, bestellt sich einen Çai (türk., schwarzer Tee) und beginnt zu erzählen ... Vor der Kulisse der seldschukischen Karawanserai von Sultan Hani (UNESCO Weltkulturerbe) mitten in der anatolischen Salzsteppe rät er uns, weiter nach Persien in den Iran zu fahren, wo er gerade sechs Wochen Urlaub gemacht hat. Einen Tipp, wo wir dort neue Reifen vorbestellen und eine exzellente Motor-radwerkstatt finden werden, hat der Grieche auch gleich für uns parat. Zusammen brechen wir auf ...

Immer weiter in Richtung syrischer Grenze überqueren wir das Taurus-Gebirge auf den Spuren des Dritten Kreuzzuges entlang dem Göksu Nehri (türk., blauer Fluß), dem antiken Saleph, in dem am 10. Juni 1190 der deutsche Kaiser Friedrich Barbarossa elend ertrunken ist. Eine Gedenktafel der deutschen Botschaft aus Ankara erinnert hier daran. Im Schatten einer kleinen Camii (türk., Moschee) hoch über dem Abgrund der sonnendurchglühten Fels-schlucht bestellen wir uns einen Ayran (türk., Yoghurt-Getränk) und eine Visne-Su (türk., Kirsch-Wasser). Dann bekommen wir Fladenbrot und Gemüse aufgetischt, das wir gar nicht bestellt hatten. Jetzt ist es also passiert. Die türkische Gastfreundschaft ergreift Besitz von uns. Aber niemand von uns spricht fließend türkisch, und keiner in diesem kleinen Honig-Geschäft mit ein paar Bänken über dem Abgrund kann auch nur ein einziges Wort irgend-einer Fremdsprache. Ich versuche es mit Deutsch, das überall von sehr vielen Türken ver-standen wird, mit Englisch, Französisch, Neugriechisch, Italienisch, Händen, Füßen und mit Bayrisch. Nichts zu machen. In diesem Moment erklingt eine kräftige, junge Männerstimme vom Minarett herab und singt auf Arabisch sein andächtiges Lied mit Demut und Hingabe, von dem wir nur den Anfang verstehen „Allaaaah 'u ak’barrr... Gott ist groß“. In dieser un-wirklichen, wunderbaren Stimmung berührt uns der Zauber des Augenblicks und wir hören den gewaltigen Schall des muslimischen Gebetes weit über das schroffe Tal hinweg er-schallen, bis sein Echo in der endlosen Ferne des Horizontes leise verebbt. Plötzlich hält mir ein junger Türke sein Handy ans Ohr. Am anderen Ende ist sein Onkel, der gut Englisch spricht. Die Fladenmalzeit ist also gratis. Wir sind eingeladen. Und ein Flair-Hotel haben wir auch schon für die nächste Nacht. Ein Roller fährt voraus und bringt uns hin. Auf der Dach-terrasse des kleinen Hotels erzählt uns der Inhaber von seinen Motorrad-Siegen in türki-schen Meisterschafts-Rennen und zeigt uns stolz seine neue, azurblaue Kawasaki. Ein wirklich motorradfreundliches Land, diese Türkei ...

Sa 05 April 2003, Main Post Großanzeige DinA3

25 Jahre Fahrschule Haas - 5 Jahre Global Adventure Tours - Motorradurlaub Türkei, Griechenland, Kroatien, Slowenien, Dolomiten, Luxembourg, Elsass, Alpen, Friaul, Toskana - Verlosung von 10 Reisepreisen auf unserer Tagesausfahrt am Sonntag, 13. April 2003. Bitte Infos anfordern.

Mo 21 Juni 2004, 09:00 Uhr, TV-Touring, Würzburg

Fernsehinterview mit Dr. Stefan Slovik über ältere Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr, Ausstrahlung am gleichen Abend um 18:00 Uhr.

Main Post, Donnerstag, 28. Februar 2008, S. 26

Fahrsicherheitstrainings für Motorradfahrer

Zum Auftakt der Motorradsaison bieten engagierte unterfränkische Fahrlehrer wieder in Würzburg ganztägige und professionelle Sicherheits- und Perfektionstrainings für Führerscheinneulinge, Wiedereinsteiger und Profis an.

Sicherheitstrainings (Sonntage, 5 - 8 Motorräder pro Gruppe, mehrere Gruppen, geeignet für alle): 16. März - 30. März - 6. April - 13. April - 20. April

Perfektionstrainings (Samstage, nur 3 - 4 Motorräder pro Kurstag, geeignet für sehr gute Fahrer): 29. März - 5. April - 12. April - 19. April

Die Trainings werden angeboten von Dr. Stefan Slovik, Tel. (0931) 76109, info@global-adventure-tours.de

Tourenfahrer April 2008 (19, Der Markt 4/2008), 1/4-seitig, Farbe, "Bekanntschaften"


Publiziert in www.motorradreisendatenbank.de

Lebensgefahr bei falschem Kurventraining

Von Motorradfahrlehrer Dipl.-Ing. (Univ.) Dr. rer. nat. (Physik) STEFAN SLOVIK

Notarzt Dr. Keil schüttelt ernst den Kopf und drückt Achim M. die gebrochenen Augen zu. Seine Freundin Diana bricht schluchzend zusammen und küßt ein letztes Mal Achims starren Mund. Polizeiobermeister Wagner tippt seinen Bericht: "Der Motorradfahrer Achim M. hat sich auf einer Motorradtour am Samstag Nachmittag um 17:35 Uhr bei optimalen Straßenbedin-gungen mit unangepaßter Geschwindigkeit der Haarnadelkurve genähert, ist am Kurvenaus-gang in die Leitplanken geprallt, hat sich dabei schwerste Halsverletzungen zugezogen und ist noch am Unfallort verstorben." So steht es am nächsten Tag auch in der Zeitung.

Doch was ist eigentlich unangepaßte Geschwindig-keit in scharfen Kurven? Und wäre dieser selbstver-ursachte Unfall durch ein professionelles Kurven-training vermeidbar gewesen?

F = m * v² / r

Aus der Physik steht fest: die Fliehkraft F und somit mutatis mutandis auch die daraus resultierende Schräglage hängt direkt proportional linear ab von der Masse m des fahrenden Motorrades. An dieser kann am Kurveneingang nichts verändert werden. Die ganze Masse muß um's Eck. Die Fliehkraft F ist zudem indirekt proportional linear vom Kurvenradius r abhängig. Klar, je enger eine Kurve ist, um so größer wird die Fliehkraft: halber Radius bedeutet doppelte Fliehkraft. Aber jetzt kommt's. Die Fliehkraft F wächst direkt proportional mit dem Quadrat der Kurvengeschwindigkeit v. Die Fliehkraft F ist bei dop-pelter Geschwindigkeit nicht nur doppelt, sondern eben gleich vier mal so hoch geworden - und damit cum grano salis auch die notwendige Schräglage und zwar auch dann, wenn die Haftung, also der "grip" des Reifens, noch so hoch ist.

Das Problem jedoch sitzt im Kopf des Motorradfahrers. Aus der Evolution der Landwirbeltiere hat das Kleinhirn, das die Balance-Reize der Ampullen in den Bogengängen des Innenohres verarbeitet, eine genetisch verankerte Schräglagenscheu erworben, die bei vielen Fahran-fängern Schräglagen von mehr als ca. 20° verweigert. Dies entspricht der möglichen Schräglage beim Lauf von Pfoten, Tatzen, Hufen oder Füßen auf Sand, Laub, Gras oder ähn-lichen natürlichen Untergründen. Tatsächlich beobachtet man photographisch kein Tier, das ohne zu stürzen eine Schräglage von mehr als ca. 20° läuft. Raubtiere würden bei der Jagd sonst ständig stürzen und verhungern. Opfertiere würden bei der Verfolgung andernfalls ebenfalls stürzen und eine leichte Beute von Raubtieren werden. Dieser Selektionsdruck war so entscheidend in der Evolution der Landwirbeltiere, dass es Motorradfahrschülern zwar leicht beizubringen ist bis zu ca. 20° Schräglage zu fahren, doch die heute mit modernen Sportreifen möglichen Schräglagen von bis zu rund 50° verweigert jeder junge Motorradfahrer anfangs beharrlich mit dem Gefühl andernfalls mit dem Reifen auszurutschen. Hier kann der Fahrlehrer oder später der Instruktor von Motorradtrainings mit Engelszungen überzeugen wollen, aber mit Erklären und gutem Zureden ist da gar nichts zu machen. Behutsam muß man nach und nach diese Barriere unmerklich verschieben, damit sich Motorradfahrer an die möglichen und ja auch notwendigen Schräglagen souverän gewöhnen können.

Peinlich wird es, wenn ein ungeübter Motorradfahrer auf kurvenreicher Strecke einem ganz "normal" fahrenden Autofahrer nicht zu folgen vermag, schließlich abreißen läßt und nun seinerseits eine Auto- oder gar LKW-Kolonne hinter sich aufstaut. Fährt er nämlich freiwillig nur maximal 20° Schräglage - obwohl bei optimaler Reifenhaftung im Trockenen auch ohne Sportreifen locker mindestens 40° gefahrlos gehen würden - dann empfindet er nur Sonn-tagsfahrer à la "Hut, Havannah, Hosenträger" mit Wackeldackel und Klopapiermütze als angenehme Zeitgenossen, und alle anderen als Raser und Drängler. Doch das ist natürlich falsch. Jeder geübte Motorradfahrer wird staunen, wie viel Schräglage man fahren muß, um einem flüssig fahrenden und noch gar nicht rasenden Autofahrer auf kurvenreicher Strecke zu folgen. Legt es ein Autofahrer - oder die Polizei - an, einen Motorradfahrer zu verfolgen, so wird immer das Auto bzw. der Streifenwagen mit quietschenden Reifen noch um die Kurven kommen, während der verfolgte Motorradfahrer schon absolut auf der letzten Rille unterwegs ist, bis er auf einer etwas staubigeren Stelle schließlich stürzen muß und wird.

Es gibt also zwei Arten von selbstgestrickten Sturzunfällen auf kurvenreichen Landstraßen: zum einen den Sturz des "Schräglagenvermeiders", der von scharfen Kurven überrascht wird, und zum anderen den Sturz des "Schräglagenfreundes", den eine staubige Stelle oder ein Bitumenfleck zur Strecke bringt. Die erste Unfallart ist bei weitem die häufigste und daher ist sinnvolles Schräglagentraining im Rahmen von Motorradtrainings ein äußerst notwendiger Kursbestandteil.

Und hier komme ich nun zum direkten Anlaß diesen Artikel zu schreiben, denn vielfach beobachtet man bei zahlreichen Anbietern von Motorradtrainings im Internet oder auf Pro-spekten publizierte Abbildungen, auf denen in der Kreismitte ein Instruktor steht, der um sich Motorradfahrer herum fahren läßt, auf korrekte Blickführung zur Kreismitte achtet und seine Anweisungen brüllt.

Diese Art von Kurventraining ist physikalisch und psychologisch absoluter Quatsch. Wer so für seine Trainings wirbt, gibt damit allenfalls zu erkennen, dass er keine Ahnung vom Motor-radfahren hat - egal ob der Instruktor noch so viele Meistertitel als Motorradmechaniker hat und egal wie viele Zertifizierungen und Diplome er zu Werbezwecken vorweisen möchte. Dies werde ich im folgenden begründen und ausführen.

Bekanntlich steigt die Schräglage an, wenn man einen gegebenen Kreisradius immer schneller fährt, aber auch, wenn man eine gegebene Geschwindigkeit "spiralförmig" immer enger fährt. Welche Methode Schräglagen zu üben ist denn nun die richtige? Einfach immer schneller - oder einfach immer enger? Die einzig korrekte, gefahrlose und erfolgreiche Me-thode systematisch die Angst vor Schräglage wegzutrainieren ist bei gegebener Geschwin-digkeit von etwa 30 km/h und den somit stabilisierenden Kreiselkräften im mittleren Drehzahlbereich beliebig große Kreise zu fahren, am Gasgriff nichts mehr zu verändern und mit angewandter Lenkimpulstechnik spiralförmig immer engere Kreise zu üben, ohne dabei immer langsamer werden zu dürfen. Diese Methode hat mindestens sechs Vorteile:

(1) die Schräglage wächst mit immer engerem Kurvenradius nur harmlos linear an.
(2) dieses lineare und "gemütliche" Anwachsen der Schräglage führt den Übenden nervenschonend zum erstrebten Ziel.
(3) die wie neu glänzenden Reifenränder werden nur nach und nach mitbenutzt, so dass keine Rutschgefahr besteht.
(4) die Kurveninnenhand kann sehr gefühlvoll nach und nach den Lenker von sich weg schieben und so sanft Schräglagen steigern.
(5) der Motorradfahrer übt gezielt aus bereits bestehender Schräglage heraus, die für ihn zudem subjektiv schon grenzwertig erscheint, sich noch weiter abwinkeln zu trauen.
(6) in der Kreismitte darf und braucht hierfür niemand zu stehen. Er steht sonst im Weg und blockiert daher den Übenden räumlich und psychisch.

Falsch und dumm ist somit die inkompetente Anweisung einen gegebenen Kreis einfach immer schneller fahren zu sollen, und zwar aus mindestens neun Gründen:

(1) die Schräglage wächst mit immer höherer Geschwindigkeit geradezu schlagartig quadratisch an.
(2) dieses quadratische und "einschüchternde" rasche Anwachsen der Schräglage macht den Übenden scheu, ängstlich und führt nicht zum erstrebten Ziel.
(3) die wie neu glänzenden Reifenränder werden schlagartig mitbenutzt, so dass hohe Sturzgefahr besteht.
(4) die Gashand kann wegen das Gasspieles und des Lastwechsels die Kreisgeschwindigkeit nicht so gefühlvoll und ruckfrei steigern wie einen Lenkimpuls.
(5) bei Erschrecken führt intuitives Gaszudrehen zu plötzlichem Kippgefühl, macht Angst und führt zum Verweigern dieser Übung.
(6) den Motorradfahrer treibt das Gasgeben daher vorhersehbar immer weiter hinaus und sein Kurvenbogen wird immer größer obwohl er vielleicht sogar auch schon bereits etwas mehr Schräglage fährt, wenn auch noch nicht genügend viel mehr.
(7) der Motorradfahrer erlebt und erfährt, dass es ihn aus der Kurve hinausträgt, wenn er zu schnell ist, denn er hat ja Gas gegeben und koppelt im Kopf diese schlechte Erfahrung.
(8) der Motorradfahrer lernt, dass er in der nächsten Kurve die Leitplanken erwischen wird, wenn er zu schnell ist und hat keinen Plan im Kopf parat gegen diesen Fall.
(9) der Motorradfahrer übt hier also im Extremfall seinen Selbstmord, wenn er demnächst einmal zu schnell in eine Haarnadelkurve fahren sollte.

FAZIT: Hände weg von "lizensierten" oder "zertifizierten" Trainern und Instruktoren sowie von "Fachleuten" die solche Lizenzen oder Zertifikate gegen Geld verleihen oder erwerben, wenn diese keine Ahnung von Fahrphysik haben! Und woran erkennt man das? An Werbephotos und Videos mit einem "Showmaster" in Kreismitte. Achim M. könnte also noch leben und Diana hätte Ihren Freund nicht verloren, wenn der Markt inkompetente Veranstalter von Motorrad-Fahrsicherheitstrainings endlich glasklar outen würde!

Tourenfahrer 1/2009 S. 109: 

Europa ganz weit draußen

Ein Motorrad-Reiseziel für Individualisten, für Romantiker, für Natur- und Kulturliebhaber: die grüne Insel Irland.

Die keltische Insel besitzt heute noch Reste der alten gälischen Sprache und lebendige Spuren aus der heidnischen Zeit. Druiden- und Heldensagen sowie geheimnisvolle Mega-lithgräber und uralte Ruinen zeugen von vergangenen Welten. Die Bewohner der "grünen Insel" dagegen sind nicht von gestern und begrüßen Motorradfahrer aufs Herzlichste. Stefan Slovik von Global Adventure Tours weiß dies zu schätzen und kennt die stilvollsten Unter-künfte und sehenswerte Geheimtipps. Ob-wohl man es der Insel vielleicht nicht zutraut, herrscht hier dank des Golfstroms ein mil-des Klima. Subtropische Gärten, saftige Wie-sen und rot blühende Fuchsienhecken am Wegesrand vermitteln dem Motorradfahrer ein beinahe mediterranes Flair. Die Irland-Reisen sind für zwei oder drei Wochen buch-bar. Die Gruppen starten gemeinsam von Deutschland aus zur Fähre nach Calais. Infos gibt's bei Global Adventure Tours, Tel. 0931/76109.

Wildromantische Landstraßen säumen Irlands Küste, am Horizont ist Schottland sichtbar.

Tourenfahrer 11/2009 S. 72 ff.: 

"Jetzt die Flucht vor dem Winter planen. Unsere Übersicht der Reiseanbieter in sonnigen Gefilden gibt Ihnen Hilfestellung."

Weitere Veröffentlichungen von und über uns werden hier zeitnah fortlaufend nachgetragen.

Jetzt hier den aktuellen Motorradreisekatalog bestellen und  Frühbucher-Rabatte nutzen. Unser Farbkatalog kommt gratis und unverbindlich mit der gelben Post.

Auf unseren sommerlichen Schnuppertouren können Sie einen ganzen Tag lang neue Motorradfreunde und unser nettes Team kennen lernen.


Geführte Motorradreisen      Motorradstammtisch            Kurze Deutschlandtouren     Fahrsicherheitstrainings

Als  Tourenfahrer  zusammen mit einem  Motorradreiseveranstalter auf dem  Motorrad reisen oder  Motorrad Touren machen, das ist Urlaub mit dem Motorrad und Motorradreisen bzw. Motorradurlaub von Anfang an. Organisierte Motorradreisen Veranstalter und organisierte Motorradtouren Veranstalter sind Motorrad Reisebüros für geführte Motorradreisen und geführte Motorradtouren. Auch Motorrad Reiseveranstalter und Motorradreisen Anbieter sind wir. Motorradtouren Anbieter machen moto-tours und traumhaft organisierte Motorradtouren auch als Frauentouren. Motorradreiseberichte sowie ein Motorrad Sicherheitstraining, dazu ein Renntraining und schöne Motorradhotels gibts bei uns ebenfalls. Auf Ihrem Reisemotorrad nach einem Motorradtraining Würzburg (Franken) zusammen mit Motorradfreunden zu herrlichen Motorradzielen in Motorradferien eine tolle Motorradtour oder Motorradrundreise mit BMW Motorrad Freunde zu fahren - solch eine Bikertour oder Bikerurlaub auf Reisen, Touren und Trainings mit oder ohne Jochen Schweizer ist doch das höchste. Motorrad Rundreisen, unser Motorradstammtisch Würzburg, Motorradstammtisch Franken bzw. der Motorradstammtisch Bayern runden unseren großen Motorradreisen Katalog und unsere Motorrad Reise-termine ab.